Notfallübung im Brixner Krankenhaus

 

Ein Brand bricht im 4. Stock des Krankenhausgebäudes in Brixen aus - mit fatalen Folgen. Zahlreiche Verletzte, Rauch- und Wasserschäden. Dieses Szenario probten zahlreiche Einsatzkräfte am 29. Oktober.

 

Gegen 09.00 Uhr rückten dafür die ersten Feuerwehren unter der Einsatzleitung der Feuerwehr Brixen aus. Als das gesamte Schadensausmaß klar wurde, wurde die Alarmstufe sofort auf 3 - Großbrand - erhöht.

 

Die Feuerwehren wurden über Personenrufempfänger zum Übungseinsatz alarmiert; auch ein Großaufgebot an Rettungsdiensten war für die MANV-Lage (Massenanfall an Verletzten) erforderlich. Die Feuerwehr Schabs war mit Tanklösch- und Löschfahrzeug mit Atemschutztrupps und Tragehilfen vor Ort. Kommandant Richard March assistierte zudem Einsatzleiter Hubert Lanz.

 

Im Gebäude waren rund 60 Personen, zum Teil schwer verletzt, von dichtem Rauch eingeschlossen. Zahlreiche Atemschutztrupps und Tragehilfen der umliegenden Feuerwehren eilten ihnen zur Hilfe. Auch die Drehleitern der Feuerwehren von Brixen und Klausen standen an der Südseite des Gebäudetraktes für die rasche Menschenrettung bereit. Als die Verletzten aus dem Gebäude befreit werden konnten, wurden sie sofort dem Rettungsdienst übergeben. Nach einer ersten Sichtung konnten sie demnach - ihrem Zustand entsprechend - betreut werden.

 

Einen ebenfalls hohen Stellenwert in der Bewältigung dieses Großschadensereignisses bildete klarerweise auch die Brandbekämpfung und das Belüften des in Mitleidenschaft gezogenen Gebäudetraktes. Dafür standen ein mobiler Rauchverschluss, verschiedene Überdruckbelüfter sowie der Großraumlüfter der Feuerwehr Brixen bereit.

 

Neben den 14 Feuerwehren standen damit auch unzählige Helfer des Weißen und Roten Kreuzes zur Betreuung der Patienten im Einsatz. Alle Hände voll zu tun hatten auch die Organisatorischen Leiter (ORG) und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Rettungsdienstes.

 

Die Patienten, welche allesamt Feuerwehrleute waren, wurden ab 7 Uhr am Morgen von den Helfern des RUD (Realistische Unfalldarstellung) geschminkt und für die Übung vorbereitet.

 

Gegen Mittag konnte schließlich "Brand aus" gegeben und die Übung beendet werden.

 

Nach einem Mittagessen, welches vom Krankenhaus zubereitet wurde, wurde die abschließende Übungsbesprechung durchgeführt. Einsatzleiter und Kommandant der FF Brixen, Hubert Lanz, der Bürgermeister der Gemeinde Brixen, Peter Brunner sowie die Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes Brixen-Eisacktal und jene des Rettungsdienstes dankten allen Freiwilligen für ihren Einsatz am Nächsten und betonten den reibungslosen Übungsablauf. Die Zusammenarbeit zwischen Krankenhauspersonal und Einsatzkräfte habe ebenfalls vorbildlich funktioniert.

 

Im Übungseinsatz standen die Feuerwehren von Brixen, Milland, Vahrn, Schabs, Mühlbach, Klausen, Neustift, Sarns, Albeins, Tils, Tschötsch, Lüsen, Elvas und St. Andrä sowie der Bezirksfeuerwehrverband. Außerdem waren unzählige Einheiten der Rettungsdienste und des Zivilschutzessowie die Stadtpolizei Brixen und zahlreiche Vertreter von Presse und Medien vor Ort.

 

 

Wir danken der FF Brixen mit den Organisatoren Lang Walter und Dr. Dietl Walther für die Einladung und die stets gute Zusammenarbeit mit allen übrigen Einsatzkräften.