Schulungswochenende: Technische Rettung bei Verkehrsunfällen und Maschinenunfälle

 

Die mittlerweile zweite Auflage des Schulungswochenendes im Bereich der technischen Rettung fand vom 29. - 30. März 2019 in Schabs statt. Die Schwerpunktthemen waren dabei "Technische Rettung bei Verkehrsunfällen" und "Maschinenunfälle".

 

In einem Tischlereibetrieb in der Schabser Gewerbezone bekamen die Wehrleute aus Schabs, Mühlbach und Brixen, Helfer des Weißen Kreuzes Mühlbach sowie Notfallpfleger die Möglichkeit, am Freitagabend die Thematik "Maschinenunfälle" zu behandeln. In einer kurzen Einführung ging man auf die taktischen und technischen Maßnahmen beim Einsatzstichwort "Maschinenunfall" bzw. "Person in Gefahr" ein, bevor die Einsatzkräfte zwei Stationen abarbeiten mussten: Zum einen war eine Person in einer sog. Plattensäge eingeklemmt; die zweite Station simulierte einen Staplerunfall. Bei beiden Stationen mussten sich die Retter primär einen Zugang zum Patienten schaffen, um dort eine Erkundung durchführen zu können. Rettungssanitäter und Pfleger leiteten dort auch lebensrettende Sofortmaßnahmen ein, um eine Befreiung zu ermöglichen. Neben der massiven Einklemmung der Patienten zogen sie isch auch unterschiedliche, schwere Verletzungen zu, sodass die Rettung relativ rasch erfolgen musste.

 

Der Samstag stand indes im Zeichen der "Technischen Rettung bei Verkehrsunfällen". Der Samstag war dabei in insgesamt drei Stationen aufgeteilt: Bei der ersten Station musste eine Person aus einem stark deformierten PKW, welcher sich zuvor überschlug, befreit werden. Station 2 war ein Seitenaufprall eines PKW gegen einen Baum, während sich bei Station 3 ein PKW in Dachlage auf einer Betonabsperrung befand.  Zusätzlich zu den am Freitag anwesenden Einsatzkräften stand auch ein Notarzt am Samstag zur Verfügung.

In einer kurzen Einführung gingen die Einsatzkräfte auf die Standard-Einsatz-Regeln bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen ein; gemeinsam wurde auch eine Geräteablage für feuerwehrtechnische Gerätschaften sowie ein Materialablage für medizinisches Material erstellt. Um einen möglichst großen Nutzen aus dem Wochenende ziehen zu können, wurden die Einsatzkräfte auch hier wieder in zwei Gruppen aufgeteilt. Anschließend wurden verschiedene Rettungstechniken an den PKWs angewandt; die Retter der unterschiedlichen Organisationen informierten die jeweils anwesenden Einsatzkräfte stets über die getätigten Maßnahmen. Ebenso wurden zwischen den einzelnen Stationen immer wieder Nachbesprechungen durchgeführt und theoretische Grundlagen vermittelt. 

Das Hauptaugenmerk wurde in dieser Schulung auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Einsatzkräften und Organisationen gelegt. Ebenso war der gemeinsame Erfahrungs- und Wissensaustausch dabei für sämtliche Beteiligte äußerst lehrreich.

Der Höhepunkt dieser Schulung lag aber nach dem gemeinsamen Mittagessen bei der Abschlussübung: Dort waren zwei PKW aus ungeklärter Ursache zusammengeprallt; jeweils eine Person wurde dabei in den PKW eingeklemmt. Zur Abschlussübung waren auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erschienen, um sich ein Bild von der Arbeit der Rettungskräfte zu machen. 

 

Fazit des technischen Schulungswochenendes: Die intensive Zusammenarbeit aller im technischen Einsatz beteiligten Organisationen ist das Um und Auf. Die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und die Kenntnis über die Tätigkeit der jeweils anderen Rettungskräfte ist vor allem bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen unglaublich wichtig, um dem Geschädigten einen effizienten Einsatz garantieren zu können und somit die Rettungskette zu optimieren. Ein großer Vorteil ist es auch, wenn sich die Einsatzkräfte untereinander kennen; auch dieser Aspekt wurde in der technischen Schulung beachtet. 

 

Kommandant Richard March dankte in einer Nachbesprechung allen Partnern, welche dieses Schulungswochenende ermöglicht haben. Ebenso dankte er den Feuerwehren von Mühlbach und Brixen, dem WK Mühlbach, dem Notarzt Dr. Fop sowie den Pflegern für die tolle Zusammenarbeit. Ein Dank galt auch dem Organisationsteam rund um die Gruppenkommandanten Benjamin Ralser, Michael Ralser und Rudolf Lechner.

 

Partner:

Nordauto Service, Abschleppdienst Plattner, Top Auto, Auto Hofer, Tischlerei Oberhuber, Köck Bau, Pro Fire, Foppa Rescue Equipment. Danke!